DIE BLÄTTER – 18.7.2021, 15 UHR

Besucher des Konzertes müssen entweder aktuell negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sein und einen entsprechenden Nachweis vorlegen, der beim Einlass kontrolliert wird. Für die Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit kann entweder über die offizielle Corona App eingecheckt werden oder ein Kontaktdatenformular ausgefüllt werden. Das Kontaktdatenformular kann vorab auf der Website des Kunsthauses heruntergeladen und in Ruhe zu Hause ausgefüllt werden. Innerhalb der Galerie besteht Maskenpflicht. Es gelten die aktuellen Hygieneschutzbestimmungen. In den Veranstaltungssräumen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. 
In unmittelbarer Nachbarschaft des Kunsthaus befindet sich ein Schnelltestzentrum für das man unter www.buerger-schnelltest.de<http://www.buerger-schnelltest.de> online einen Testtermin vereinbaren muss. Nach 15 Minuten erhält man per SMS oder E-Mail sein Testergebnis.

LIVESTREAM JAZZSESSION 1.3.21, 20 UHR

Live-Stream der Jazzsession im Kunsthaus am Montag, 1.3.2021 ab 20 Uhr über die Facebookseite des Kunsthauses unter
www.facebook.com/kunsthaus.troisdorf

oder auf dem YouTube Kanal von Christian Oschem unter

https://www.youtu.be/2bVLxePzuMU
live verfolgen

Die traditionelle Jazzsession in Troisdorf geht zum dritten Mal online auf Sendung. Gestreamt wird am 1.3. ab 20.00 Uhr auf der Facebook Seite des Kunsthaus Troisdorf. Die Hausband – bestehend aus Fritz Roppel am Bass, Christoph Freier am Schlagzeug, Christian Oschem an der Gitarre und George Tjonayong am Saxophon – wird wieder beliebte und bekannte Jazzstandards spielen Und das so, dass zu Hause alle, die möchten, auch mitspielen können. Nach dem Thema (so heißt die Melodie im Jazz) und einem Solo begleitet die Band das Stück weiter, um für euch zu Hause Raum zu schaffen, darüber zu improvisieren. Wer möchte, macht ein Foto davon und stellt es uns in den Chat – dann wissen wir, dass wir bei euch ankommen! Eine Setliste für den Abend werden wir rechtzeitig veröffentlichen. Aber natürlich dürft ihr euch was wünschen – alles wie immer, nur auf Abstand. Wir freuen uns darauf!

Setlist:
Medical Attention – Christian Oschem
The Days Of Wine and Roses – Henry Mancini
Blue Bossa
There Will Never be Another You
Watermelon Man – Herbie Hancock
Tenor Madness – Sonny Rollins
Bluesette – Toots Thielemans
My One and Only Love
Have You Met Miss Jones

JAZZSESSION IM LIVE STREAM – 1.2.2021 VON 20 – 21 UHR

Die beliebte Troisdorfer Jazzsession, die jeweils am ersten Montag des Monats im Kunsthaus Troisdorf stattfindet, muß wegen Corona zurzeit ohne Publikum durchgeführt und im Livestream gesendet werden. Die nächste Jazzsession wird

am Montag, 1. Februar 2021, ab 20 Uhr auf  www.facebook.com/kunsthaus.troisdorf

zu hören und zu sehen sein. Ein besonderes Ereignis für alle Musikfreunde und vor allem die Jazz-Community. Die Hausband dieses Abends im Kunsthaus besteht aus den drei Musikern Christian Oschem, Gitarre, Christoph Freier, Schlagzeug, und Fritz Roppel, Kontrabass und wird an diesem Abend durch Matthias Bergmann (Trompete/Flügelhorn) als Special Guest verstärkt.

YAROSLAV LIKHACHEV QUARTET – 25.6.2020, 20 UHR

Das Yaroslav Likhachev Quartett ist aktiv seit 2016 und präsentiert die Eigenkompositionen des Bandleaders und Tenorsaxophonisten die stilistisch im zeitgenössischen Jazz angesiedelt, aber tief in der amerikanischen Jazztradition verwurzelt sind.
Das musikalische Konzept dahinter geht in zwei Richtungen gleichzeitig: neuartige Klangwelten und Rhythmen werden erforscht – z.B. inspiriert durch die „Neue Musik“ – und mit der Fülle der Möglichkeiten des Bop-Vokabulars und seiner zeitgenössischen Interpretation kombiniert.
Dabei passiert es ganz von selbst dass jedes Bandmitglied seine eigenen musikalischen Erfahrungen und Einflüsse mit einbringt die das kollektive Zusammenspiel prägen – ständig auf der Suche nach neuen improvisatorischen Wegen und Ausdrucksmöglichkeiten mit dem Ziel bestehende Grenzen zu durchbrechen und neu zu definieren.
Ungeachtet der Komplexität von Form und Harmonie und sowohl in energetischen Ausbrüchen als auch in lyrischen Passagen bleibt die Musik dieses Quartetts jedoch immer eingängig und verständlich.
Am 16. April 2020 erschien das Debütalbum des Yaroslav Likhachev Quartetts „Crumbling“ auf renommierten JazzHausMusik Label.
Im Jahr 2019 tritt Yaroslav Likhachev Quartet beim weltberühmten MOERS Festival auf.
Gewinnerband des Jazz-Stipendiums jazz@undesigned2018 der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.
„…the musical rapport developed between its members is founded on a depth of artistic
communication that is quite fascinating to observe. Managing to transform the bebop
language into new forms of expression, Likhachev’s bracingly fresh debut is strongly
recommended.“

  • Filipe Freitas, JazzTrail
    „The four musicians are true virtuosos, who selflessly playing together.“
  • Jeroen de Valk, JazzFlits
    „…analyzing the traditional jazz idioms, Yaroslav disassembles them into bricks-atoms, from
    which grows, synthesizes his own music, in his own individual jazz language.“
  • Leonid Auskern, Jazzquad

MAIK KRAHL QUARTETT – 9.2.2020, 18 Uhr

Maik Krahl Quartett – Decidophobia

VÖ: Oktober 2018 Double Moon/Challenge Records
„Decidophobia“ bezeichnet die Angst, Entscheidungen zu treffen. Das klingt erstmal ungemütlich und dass eine Jazz-Platte so heißt, wirft zugegebenermaßen auch Fragen auf, muss man bei der Produktions eines Albums doch so einige Entscheidungen treffen.
Angst vor Entscheidungen hat der junge in Köln lebende Trompeter Maik Krahl aber überhaupt nicht. Geboren 1991 in Bautzen, arbeitet er seit seinem 8. Lebensjahr entschlossen an seiner Karriere als Jazz-Trompeter. Nur ein kleiner Auszug seiner beachtlichen Stationen sind ein Platz im Bundesjugendjazzorchester, ein Jazz-Studium in Dresden bei Till Brönner, ein Master-Studium bei Ryan Carniaux an der Folkwang Universität der Künste Essen sowie zahlreiche Tourneen in unterschiedlichsten Formationen. Und eben das 2017 gegründete Maik Krahl Quartett, das nun sein Debütalbum veröffentlicht.
Bei „Decidophobia“ kommen Freunde von traditionellem Jazz genauso auf ihre Kosten wie all jene, die es etwas experimenteller mögen. Stets bleibt Maik Krahls an Chet Baker erinnernder weicher Trompetensound der rote Faden. Den Spagat in die Moderne schafft er nicht nur spielerisch, sondern auch durch den geschmackvollen Einsatz von Effekten. Er versieht seine Trompete mit einem Delay, verfremdet ihr Signal durch Phaser oder Distortion.
Bass (Oliver Lutz) und Drums (Hendrik Smock) bilden die Klammer zu einem klassischen Jazz-Sound, um neben Maik Krahl’s Trompete abwechselnd mal Gitarre, mal Rhodes zu featuren.
Gitarristisch (Bruno Müller) gibt es auf Decidophobia neben weichen und spannenden Linien, die man auf einer Jazz-Platte erwartet, durchaus neo-soulige Momente in Spanky Alford-Marnier und Tasten-Freunde dürfen sich zudem auch auf ein wohlig-warmes wie ebenso facettenreiches Rhodes (Constantin Krahmer) freuen.
Besonders hervorzuheben sei der titelgebende Song des Albums, „Decidophobia“. Kaum hat sich der Zuhörer als einen soften, traditionellen Klang gewöhnt, setzen die Trompete und Gitarre mit verzerrtem Signal ein. Dies erweist sich in keinster Weise als verstörend, vielmehr ist es fast ein Radiohead-Moment. Gleichzeitig erinnert diese verzerrte Trompete wieder an den oldschooligen Sound eines Grammophons. Eine bewusste Entscheidung, hier keine Entscheidung zu treffen und den Flow zuzulassen, den das Stück einfordert. Dabei ist das ganze Album „Decidophobia“ neben aller Virtuosität wunderbar zugänglich und melodiös.
Bleibt also festzuhalten, dass die „Angst, Entscheidungen zu treffen“ sehr wohl etwas Gutes haben kann, wenn sie zu einem abwechslungsreichen und stimmigen Sound- & Motiv-Feuerwerk wie auf „Decidophobia“ führen kann.