Archive for Januar 4th, 2018

Sechs Kölner Künstlerinnen und Künstler haben sich mit dem Thema „Ornament“ beschäftigt und zeigen eine variantenreiche Schau quer durch die Gattungen der bildenden Kunst.
Tobias Hahn, Barbara Remus, Joachim Römer, Birgit Rüberg, Julius Schmiedel und Antje Winkler-Suesse stellen Skulptur, Installation, Lichtkunst, Malerei, Collage und Druckgrafik aus.
Viele der Künstler haben ihre Werke bereits national und international in Museen, Kunstvereinen und Galerien präsentiert.

Tobias Hahns raumgreifende Installation beschäftigt sich mit der grafischen Qualität von Text. Buchstabenkombinationen werden auf ihre formale Gestalt reduziert und als Konstruktion aus Holzlatten umgesetzt. Diesem Gefüge steht eine einzelne Zeichnung gegenüber, welche durch ihre Größe und Umsetzung als Kontrapunkt fungiert.
www.tobiashahn.info

Barbara Remus collagiert Briefmarkenränder von Sonderbriefmarken zu feinen, netzartigen Gespinsten. Von weitem zeigen diese Papier-Netze verschiedene formale Strukturen, z.B. Kreise. Von nahem kann man auf den Netzen lesen, man entdeckt unzählige kleinere Ornamente, Motive, Symbole und Texte. Zur Collage verbunden ergeben diese Zeichen völlig neue inhaltliche Zusammenhänge.
www.barbararemus.de

Von Joachim Römer stammt die Bodenarbeit „Das Ornament der Masse“, ein großflächiges Ornament aus buntem Plastik-Treibgut vom Rhein. Den Titel hat er dem gleichnamigen Buch von Siegfried Kracauer entliehen, dessen Cover-Motiv Römer in seiner Arbeit aufgreift und vervielfältigt. Die moderne Technik ist laut Krakauer nicht automatisch mit der Vernunft gekoppelt: wir sind das, was wir verkonsumieren und damit zu Abfall machen.
www.unterblicken.de

Birgit Rüberg trägt die große Wandinstallation “Shift” bei, in der auf über 100 textilen Objekten farbige Ornamente verschiedener Kulturen aufeinander treffen.
Ein Teil der Ornamentik ist mit einer japanischen Katagame-Schablone aufgedruckt. Außerdem zeigt Rüberg Papierarbeiten- eine Serie historischer Gelatine-Silver-Prints, die mit Seidenfäden überspannt sind sowie bedruckte Notenblätter, die das Vorkommen von Ornamenten in der Musik thematisieren.
www.birgit-rueberg.de

Julius Schmiedel zeigt raffinierte kinetische Lichtkunst. Aneinander gereihte, rautenförmige Leuchtkörper bilden sich ständig verändernde, grafische Lichtmuster. Die leuchtenden Objekte, deren Hüllen Schmiedel im 3D-Drucker erstellt hat, erscheinen mal flach, mal dreidimensional- ein Spiel mit unserer Wahrnehmung, von Victor Vasarely inspiriert.
www.julius-schmiedel.de

Antje Winkler-Sueße, die den Anstoß zur Ausstellung gegeben hat, verwendet in ihrer farbintensiven Malerei das Quadrat als Maß und Mitte der Werke. Die Komposition wird bestimmt durch abstrahierte Figuren, deren Flächen mit Kreisformen strukturiert werden. Untersucht wird die ästhetische Wirkung der ornamentalen Wiederholung des Kreismotivs in vielen Überlagerungen und Farbvariationen.
www.winkler-suesse.de

© Baquet Photodesign

© Baquet Photodesign

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Read More4. Januar 2018 15:55 - Posted by admin

Der Kunsthaus Kalender

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