EMIßATETT – 3.11.2019, 18 Uhr

Elisabeth Coudoux– Cello, Komposition

Matthias Muche – Posaune

Robert Landfermann – Kontrabass

Philip Zoubek – präpariertes Piano

Etienne Nillesen – snare drum & cymbals

Das Emißatett besteht seit 2013, und Elisabeth Coudoux und ihr Cello waren und sind sein  musikalischer und organisatorischer Ausgangspunkt. Am Anfang war es ein Trio, zwei regelmäßige Gäste stockten es zum Quintett auf. Häufig werden weitere Gäste einbezogen. In dem Namen der Band klingt der Vorname der Gründerin aus einiger Ferne an. Auch der „Emissarius“, der ein Abgesandter ist oder ein Späher, ist darin verborgen. [Späher beherrschen die Kunst, sich zu verbergen, und seit Jahren vertrauen sie einander auf ihren Wegen.]

Das Emißatett findet und erforscht überlieferte und neue Arten, Musik zu spielen. Jede/r trägt die gleiche Verantwortung für das Ganze, das ständig Farbe, Dichte und Richtung ändern kann. Jede/r hört in jedem Augenblick, was zu tun und was möglich ist. Das Quintett bewegt sich in einem mehrdimensionalen Spiel-Raum, wo niemand nur den Anderen folgen kann.

Das Cello, sonst eher bekannt als leicht melancholische Romantikerin, kreischt und bebt und springt in die Zeit. Zusammen mit dem Klavier als Raumschiff, der Snare als Satellit, dem Bass als Nährstoff und der Posaune als Transducer sprengen sie das Nichts Tun. Klänge rauschen vorbei, die dich dein Inneres in Ruhe begehen lassen, um dich mit gedehnter Wahrnehmung wieder abzusetzen. Destination Multiversum.

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